Neujahrskonzert 2007

Konzertprogramm
Teilnehmerliste
Bericht in der AZ vom 3.1.07
Eine CD des Konzertes kann bei Christoph Stettler zum Preis von CHF 15.00 bestellt werden. Es handelt sich dabei um eine qualitativ sehr gute Aufnahme !
zu den Hörproben

 

Neujahrskonzert des Blasochester Gebenstorf 

Bereits zum 11. Mal fand am Neujahrstag in der katholischen Kirche in Gebenstorf das Neujahrskonzert des Blasorchester Gebenstorf (BOG) statt. Der Gemeindeammann Roger Haudenschild begrüsste im Namen der Gemeinde die Konzertbesucher und wünschte zum neuen Jahr in seiner gewohnten Art und Weise viel Erfolg. Der neue BOG-Präsident Fabian Keller benützte die Gelegenheit und informierte das zahlreich erschienene Publikum in Form eines kurzen Gedichtes über die Situation des BOG.

Musikalisch stand gleich zu Beginn mit Festive Impressions von Oliver Waespi, eine Komposition, deren furiose Fanfarenklänge drohten, das Publikum zu überfahren. Die spezielle Rhythmik und die sphärischen Klänge waren wohl nicht für jeden Konzertbesucher leicht verständlich. Der anschliessende Applaus zeigte jedoch, dass die grosse Leistung des Orchesters, für dieses nicht einfach zu interpretierende Werk, erkannt und entsprechend gewürdigt wurde.

Die Ouvertüre Harlekin für Blasorchester, wurde vom Tessiner Franco Cesarini komponiert. Dieser hat es ausgezeichnet verstanden, die clowneske Figur des Harlekins, in einer Form musikalisch humorvoll und anspruchsvoll darzustellen, die sowohl das Publikum als auch die Musiker begeisterte.

Die Comicfigur Tintin und seine Mitkämpfer bildeten die Grundlage für das gleichnamige Musical von Dirk Brossé. Abwechslungsreiche mystische Klänge und Spannung erzeugende Perkussionspassagen wiederspiegelten die Abenteuer von Tim und Struppi, Kapitän Haddock, den Agenten Schulze und Schultze und des verwirrten Professors Bienlein bei den Inkas. Das grosse Klangvolumen des Orchesters kam in diesem Stück voll und ganz zum Tragen und trug auch wesentlich dazu bei, das Publikum mit Spannung in die einzelnen Geschichten zu entführen. Ein wunderbares Werk für Blasorchester.

Der Höhepunkt dieses gelungenen Konzertabends kam zweifellos am Schluss. Von der Moderatorin Marita Ehrler ausgezeichnet ins Werk eingeführt, spielte das BOG die Jazz Suite Nr. 2 von Dmitri Shostakovich. Das Publikum genoss die Gefällige, eher an Wien als an Jazz erinnernde Komposition sichtlich und hatte Mühe zwischen den einzelnen Sätzen nicht vor Begeisterung zu applaudieren. Verstärkt wurde das BOG durch die Akkordeonistin Bettina Buchmann, die mit ihrer Virtuosität die Klangfarben vervollständigte und so dem Werk den letzten Schliff verpasste.

Das Publikum war begeistert von den insgesamt sehr hochwertigen Darbietungen und dankte dem Orchester mit minutenlangem Applaus. Mit zwei Zugaben verabschiedete sich das BOG schliesslich von diesem gelungenen Konzertabend und man darf auf die Fortsetzung und auf die weiteren BOG-Projekte gespannt sein.

 


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